Frauen als Schweißer: Frauenanteil unter 5%

Frauen als Schweißer

Früher galt es als undenkbar, dass Frauen als Schweißer gearbeitet haben, der Beruf galt als harte Männer-Domäne. Vielen war der Umgangston in Fabriken oder auf Baustellen zu hart. Doch heute ist das anders: Es gibt immer mehr Schweißerinnen und wer als Schweißerin etwas Erfahrung mit bringt, ist in keiner Hinsicht schlechter als Männer, die den Beruf ausüben.

Im Gegenteil: Bei einigen Prüfungen von Azubis schneiden weibliche Teilnehmer deutlich besser ab als Männer. In Deutschland gibt es nach wie vor einen Fachkräftemangel, sodass Frauen, die den Beruf des Schweißers erlernen, gute Chancen auf eine Beschäftigung haben.

Wenn man einmal nüchtern darüber nachdenkt, gibt es auch keinerlei Grund, warum eine Frau nicht das Schweißen lernen sollte. An dem Beruf gibt es nichts, was eine Frau nicht auch kann.

Schweißer: Frauenanteil oft unter 5%

Je nach Quelle der Statistik beträgt der Frauenanteil bei den Schweißern in Deutschland zwischen 1,3 und 5%, das korrespondiert mit 5% weiblichen Schweißern, die man in den USA erfasst hat. Noch immer scheinen Frauen Berührungsängste mit dem Beruf zu haben – oder manch Arbeitgeber scheint Angst zu haben, eine Frau einzustellen – obwohl es dafür keinen Grund gibt.

Was kann eine Schweißerin verdienen?

Bei tarifgebundenen Arbeitgebern beträgt die Vergütung für ausgelernte Schweißer in Deutschland oft zwischen rund 2.900 und 3.300 Euro. Das ist mehr als manche Bürokraft oder Supermarktangestellte verdient. Dennoch wollen immer noch viele Frauen lieber Friseuse als Schweißerin werden.

Hauptschulabschluss reicht in der Regel

Um Schweißerin zu werden, muss man auch kein besonders gutes Abitur vorweisen oder einen Numerus Clausus erfüllen: Ein bestandener Hauptschulabschluss reicht im Regelfall als Voraussetzung für die Ausbildung zur Schweißerin.

Schweißerschein ist begehrt

Angehende Schweißerinnen können verschiedene Schweißer-Scheine machen, die jeweils in wenigen Wochen Ausbildung erlernt werden können, so z.B. die Befähigung zum Rohrschweißer oder zum Fallnahtschweißer.

Ausbildungen in Sachen Schweißen gibt es z.B. von:

  • Technischer Überwachungsverein – TÜV
  • Lehranstalten des Deutschen Verbands für Schweißen und angewandte Verfahren – DVS

Qualifizierte Schweißerinnen sind immer gefragt

Schweißer wie Schweißerinnen sind als qualifizierte Fachkräfte in Deutschland immer gefragt. Es gibt kaum arbeitslose Schweißer. Wichtig sind neben einer guten Ausbildung auch Erfahrung und Praxis, die man sich aber zwangsweise mit der Zeit aneignet.

Wer erstklassige Qualität abliefert, wird als Schweißer geschätzt – egal ob Männlein oder Weiblein. Am meisten sind natürlich die Schweißerinnen gefragt, die gleich mehrere Schweißtechniken beherrschen. Besonders gefragt sind Schweißerinnen und Schweißer, die die folgenden Techniken beherrschen:

Schweißer Ausbildungen und Umschulungen werden bei Arbeitslosen im Regelfall auch von der Agentur für Arbeit bezahlt.

Frauen in der Schweißtechnik

In verschiedenen Städten in Deutschland gibt es auch Initiativen „Frauen in der Schweißtechnik“, die den Beruf der Schweißerin Frauen näherbringen sollen. Einmal den Job als Schweißerin gelernt, stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt auf jeden Fall nicht schlecht. Eine gute Handfertigkeit und feinmotorisches Geschick sollten allerdings vorhanden sein.

Für Grobmotoriker ist der Job weniger gut geeignet. Alle anderen haben gute Chancen, sich einen Arbeitgeber aussuchen zu dürfen, denn viele Firmen suchen Schweißer-Fachkräfte und sind bereit, dafür gut zu zahlen. Gute Voraussetzungen für Schweißerinnen, Ihr Wunschgehalt durchzusetzen.